Dokumentation

Name des Projektes:
"Nachhaltigkeit in der Lehre - die Ökologische Dimension. Basiswissen für Alle (Sustainicum)"

Dauer: 01.01.2012 bis 31.12.2012, Verlängerung bis 30.06.2013

Projekt-PartnerInnen: Universität für Bodenkultur Wien, Universität Graz, Technische Universität Graz

Kurzfassung: Das Projekt zielt darauf ab, Nachhaltigkeit in die Lehre einzubringen. Es soll Systemdenken und naturwissenschaftliche und technische Grundkonzepte unabhängig von deren Studienrichtung mit Hilfe innovativer Lehrformen erlebbar machen. Es soll - vor allem auch bei weiblichen Studierenden - Interesse für MINT-Fächer wecken.

Beantragte und bewilligte Projektteile

1. Entwicklung eines modularen Konzepts (Blocklehrveranstaltungen, Themenseminare und Summerschools zum Thema Nachhaltigkeit)

1. und 2. Quartal 2012:

Aufnahme eines Doktoranden des DOKNE in das Projektteam, mit dem Ziel, im Rahmen seiner Dissertation und unter der Verantwortung des Leitungsgremiums (ProjektleiterInnen der drei Partner-Universitäten) das modulare Konzept zu erarbeiten und das notwendige Netzwerk aufzubauen.

3. und 4. Quartal 2012:

Abschluss der Vorarbeiten. Entwicklung des modularen Konzepts. Verschiebung eines für November 2012 angesetzten Stakeholder-Workshops aus terminlichen Gründen auf Frühjahr 2013.

1. und 2. Quartal 2013:

Weiterentwicklung des Konzepts. Diskurs mit Stakeholdern. Beobachtung des Konzepts im realen Einsatz. Anpassung des Konzepts.

2. Erarbeitung von Ressourcen (Bausteine, Lehrmethoden, Skripten, Lehreinheiten) zur Erlebbarmachung einzelner Begriffe, Prozesse oder Zusammenhänge (Werkzeugkoffer)

1. und 2. Quartal 2012:

Durchführung einer Ausschreibung zur Teilnahme am Aufbau der Internet-Plattform "Sustainicum" mit der Bitte um Einreichung von Ressourcen-Ideen unter Lehrenden aller drei Partner-Universitäten. Anpassung der zahlreichen eingegangenen Ideen an die strengen Anforderungskriterien des MINT-Sustainicum-Projekts. Abschluss der Förder-Verträge mit den Baustein-AutorInnen.

3. und 4. Quartal 2012:

Umsetzung der zahlreichen Ressourcen-Ideen durch die AutorInnen. Initiierung und Fixierung zahlreicher weiterer Ressourcen-Projekte in Einzelgesprächen. Testung der fertigen Ressourcen (zumeist Bausteine und Methoden) auf Verständlichkeit und Vollständigkeit. Zuordnung jeder Ressource zu einem Qualitätsprüfer (großteils Mitglieder der Partner-Unis). Testung der Ressourcen auf wissenschaftliche Korrektheit. Weiterleitung der daraus gewonnenen Vorschläge zur Verbesserung der Ressourcen an die AutorInnen. Adaptierung der Ressourcen. Korrekturen der Begleittexte.

1. und 2. Quartal 2013:

Umsetzung weiterer Ideen zu Ressourcen für die Plattform. Übersetzung der Ressourcen in die englische Sprache.

3. Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen zur Handhabung der Lehreinheiten und/oder Minimodule für Lehrende

1. und 2. Quartal 2012:

Durchführung eines Workshops für Lehrende der Partner-Universitäten zum Thema "Systemdenken und Spiele" an der Universität für Bodenkultur Wien unter der Leitung von Dennis Meadows. Durchführung eines Workshops für Lehrende der Partner-Universitäten zum Thema "Lehrmethoden" an der Universität für Bodenkultur Wien unter der Leitung von Nadine Shovakar.

3. und 4. Quartal 2012:

Durchführung eines Workshops für Lehrende der Partner-Universitäten zur Präsentation des Bausteins "Turm von Babylon" an der Universität für Bodenkultur Wien unter der Leitung von Dennis Meadows.

1. und 2. Quartal 2013:

Durchführung weiterer Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen zur Handhabung der Sustainicum-Ressourcen.

4. Sustainicum-Plattform

1. und 2. Quartal 2012:

Fertigstellung des  Plattform-Konzepts (Ressourcen sollen von Texten mit Querbezügen begleitet werden und allen Interessenten mittels Suchfunktion glossarartig zur Verfügung stehen, gleichzeitig soll ein Wachsen des Systems durch Aufnahme weiterer Beiträge möglich sein). Start der Programmierung.

3. und 4. Quartal 2012:

Testung der ersten arbeitsfähigen Fassung durch die ProjektpartnerInnen. Laufende Adaption der Plattform. Hinzufügen einer englischsprachigen Version.

1. und 2. Quartal 2013:

Laufende Adaption. Veröffentlichung der Plattform im Internet.

Narrative Beschreibung des Projektablaufs und dadurch erwartete Auswirkungen

Die ersten zwei Projekt-Quartale dienten dem Aufbau des Netzwerkes, der Ausschreibung zum Zweck der Suche nach Ressourcen-Ideen, sowie der Adaptierung der eingereichten Ideen an die Erfordernisse des Projekts. Im Zuge der Umsetzung der Ideen im dritten und vierten Quartal wurden Neuanschaffungen von Infrastruktur getätigt, Software für die Lehre erworben bzw. programmiert, sowie Mess- und Versuchsanordnungen und weitere Tools für die Lehre geschaffen. Im Zuge der Entwicklung der Blocklehrveranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit wurde ein Pool von Lehrenden der BOKU aufgebaut, der in eigenen Workshops zum Konzept der Blocklehrveranstaltung beitragen soll. Das Konzept wird laufend entwickelt, das notwendige Netzwerk wurde gestartet. Weiterbildende Workshops für Lehrende wurden mit großem Erfolg und beispielhaft durchgeführt. Die im Zuge des Projekts geschaffenen Werkzeuge für die Lehre der ProjektpartnerInnen BOKU, Universität Graz und TU-Graz (etwa 100 Ressourcen) bestehen aus Veranschaulichungen von Grundprinzipien und Grundkonzepten der Nachhaltigkeit, die - mittels innovativer und bewährter Lehr- und Lernmethoden versehen - für den Einsatz in der modernen Lehre konzipiert werden. Die Ressourcen sind so beschaffen, dass durch ihren Einsatz in der Lehrveranstaltung der Praxisbezug in MINT-Fächern gestärkt werden kann (Exkursionen vor Ort, praxisbezogene Mini-Projekte, Best-Practice-Methode, etc...) Außerdem ist durch ihren Einsatz in einer Lehrveranstaltung eine Erhöhung der Attraktivität der MINT-Fächer insbesondere auch für weibliche Studierende zu erwarten, da Frauen erwiesenermaßen für Nachhaltigkeitsthemen besonders empfänglich sind. Themen der Nachhaltigkeit werden in bereits bestehende Lehrveranstaltungen infiltriert.